Parallelschaltung

Eine Parallelschaltung liegt vor, wenn elektrische Bauelemente nebeneinander geschaltet sind, sodass an allen Bauteilen die gleiche Spannung anliegt.

Grundlagen

In einer Parallelschaltung gelten folgende Gesetzmäßigkeiten:

  • Die Spannung ist an allen Bauteilen gleich groß.
  • Der Gesamtstrom teilt sich auf die einzelnen Zweige auf.
  • Der Gesamtwiderstand wird kleiner und ergibt sich aus den Kehrwerten der Einzelwiderstände.

Spannung

In der Parallelschaltung gilt:

$$U_{\mathrm{ges}} = U_1 = U_2 = U_3$$


Strom

Der Gesamtstrom setzt sich aus den Teilströmen zusammen:

$$I_{\mathrm{ges}} = I_1 + I_2 + I_3$$


Widerstand

Der Gesamtwiderstand in der Parallelschaltung berechnet sich aus:

$$\frac{1}{R_{\mathrm{ges}}} = \frac{1}{R_1} + \frac{1}{R_2} + \frac{1}{R_3}$$

Für zwei Widerstände vereinfacht:

$$R_{\mathrm{ges}} = \frac{R_1 \cdot R_2}{R_1 + R_2}$$


Berechnung der Teilströme

Über das Ohmsche Gesetz (gleiche Spannung in jedem Zweig):

$$I_n = \frac{U}{R_n}$$

Merke: Je kleiner der Widerstand, desto größer der Strom im jeweiligen Zweig.


Leistung

Einzelne Leistungen (in jedem Zweig gültig):

$$P = U \cdot I \qquad P = R \cdot I^2 \qquad P = \frac{U^2}{R}$$

Gesamtleistung als Summe der Zweigleistungen:

$$P_{\mathrm{ges}} = P_1 + P_2 + P_3$$


Zusammenfassung (Merksätze)

  • Spannung: überall gleich
  • Strom: teilt sich auf
  • Widerstand: wird kleiner (Kehrwertregel)